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Nachbarschaftszentrum Friedrichshagen – MACH’S MÖGLICH (canadalife.de)
Dem Nachbarschaftszentrum Friedrichshagen in der Bölscherstraße droht die Schließung.
Liebe Freund*innen des Nachbarschaftszentrums,
einige haben es schon gehört, andere nur wenige Bruchstücke. Daher möchten wir euch heute über die aktuelle Lage des Nachbarschaftszentrums Friedrichshagen informieren.
FAKTEN, FAKTEN, FAKTEN
Das Nachbarschaftszentrum Friedrichshagen (NBZ) wird von der Stephanus-Stiftung betrieben und besteht aus einem Zusammenschluss von acht unterschiedlichen Projektfinanzierungen. Die Laufzeiten der Finanzierungen sind je nach Projekt und Fördermittelgeber unterschiedlich lang. Bei einigen hat man die Möglichkeit eine Verlängerung zu beantragen, bei anderen nicht.
Wichtig zu wissen ist, dass viele Fördermittelgeber nicht die komplette Arbeit eines Projekts finanzieren. Es werden häufig 10-20% Eigenmittel vorausgesetzt, die z.B. durch Spenden eingeholt werden müssen.
Im NBZ steuerte die Stephanus-Stiftung seit Beginn große Geldsummen (über 500.000 € seit 2017) in die Eigenmittelfinanzierung, z.B. für die Miete. Diese Gelder müssen erst in anderen sozialen Tätigkeitsfeldern der Stephanus-Stiftung erwirtschaftet werden, was bei steigenden Kosten und gerechten Bezahlungen immer schwerer wird.
Das Nachbarschaftszentrum Friedrichshagen startete 2019 mit einer Förderung von der Deutschen Fernsehlotterie, welche nun Ende 2023 ausläuft, ohne weitere Verlängerungsoption.
Weitere Projekte, die unter dem Dach des NBZ laufen, wie die Anlaufstelle für Alleinerziehende, Umgangscafé, SAFE Ukrainehilfe oder FIT – Friedrichshagen integriert, haben andere Fördermittelgeber und zum Teil Laufzeiten, die über 2023 hinausgehen.
Nach jetzigem Stand wird das NBZ am Ende des Jahres geschlossen, da wir bisher keine Anschlussförderung für die Hauptförderung des NBZ gefunden haben, deren Eigenmittelanteil die Stephanus-Stiftung tragen kann.
Wir werden ausziehen und Friedrichshagen verlassen, da die Stephanus-Stiftung entschieden hat, dass der Standort auf Dauer zu teuer ist. nicht mehr in der Lage ist, die hohe Miete des Standortes zu finanzieren.
Unsere Arbeit
Seit 2016 sind wir als Anlaufstelle für Geflüchtete in Friedrichshagen. Im Januar 2019 erweiterten wir unsere Angebote für die Nachbarschaft und wurden ein Nachbarschaftszentrum.
Mit unseren offenen und kostenfreien Angeboten und Festen unterstützen wir die Vernetzung und Begegnung von allen Familien.
Auch bieten wir viele kostenfreie Beratungs- und Unterstützungsangebote: Sozialberatung für Menschen mit Migrations- und Fluchterfahrung, Beratung für Alleinerziehende, psychosoziale Unterstützung für Ukrainer*innen, Familienpatenschaften für junge Familien mit Baby.
Derzeit besuchen uns Menschen aus Friedrichshagen, Rahnsdorf, Köpenick, Spindlersfeld und sogar aus Schöneiche und Rüdersdorf.
An wen können sich diese Menschen wenden, wenn das NBZ nächstes Jahr geschlossen ist?
Was bisher geschah?
Wir argumentieren, dass der Stadtbezirk in der Region von Friedrichshagen über Hirschgarten nach Rahnsdorf keine niedrigschwelligen und offenen Familienangebote bereitstellt. Und das obwohl unsere Region seit Jahren Zuzugsgebiet für viele junge Familien ist.
Seit Jahren sind wir mit verschiedenen Stellen im Bezirksamt Treptow-Köpenick in Kontakt, um über eine dauerhafte (Teil-) Finanzierung durch den Bezirk zu verhandeln.
Auch Vertreter*innen verschiedener Parteien laden wir regelmäßig zu uns ein, um über eine Fortführung unserer Angebote zu diskutieren.
Bei jedem dieser Treffen kannten wir die Antwort schon vorher: das Bezirksamt und das Land Berlin haben keine Gelder für weitere Familienangebote.
Doch gerade jetzt, in diesen Wochen, wird über den Berliner Haushalt 2023/2024 diskutiert.
Jetzt ist der Moment, um zu handeln.
Was wir fordern!
– Wir fordern vom Bezirksamt Treptow-Köpenick und von der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie eine Finanzierung für offene und niedrigschwellige Familienangebote in der Region Friedrichshagen.
– Wir fordern vom Bezirksamt Treptow-Köpenick die Bereitstellung von bezahlbaren Räumlichkeiten für soziale Projekte.
Wie könnt ihr uns unterstützen?
1. Schreibt einen Brief an den Bezirksbürgermeister/ die BVV von Treptow-Köpenick und berichtet, wie ihr unsere Arbeit erlebt und fragt nach deren Lösungsideen.
2. Schreibt einen Brief an die Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie von Berlin, Beauftragte des Berliner Senats für Gleichstellung oder die Beauftragte des Berliner Senats für Integration und Migration, berichtet, wie ihr unsere Arbeit erlebt und fragt nach deren Lösungsideen.
3. Unterstützt uns bei der Immobiliensuche im Raum Friedrichshagen und Köpenick (rund um den S-Bahnhof Köpenick).
4. Votet für uns vom 14.06.- 22.06.23 bei der Spendenkampagne „Mach´s möglich“:
https://machsmoeglich.canadalife.de/…/nachbarschaftsze…/
Unterstütze uns mit einer Spende.
KD Bank
IBAN: DE80 3506 0190 0003 0303 00
BIC: GENODED1DKD
Stichwort: Nachbarschaftszentrum Friedrichshagen
𝗩𝗶𝗲𝗹𝗲𝗻 𝗗𝗮𝗻𝗸 𝗳ü𝗿 𝗲𝘂𝗿𝗲 𝗨𝗻𝘁𝗲𝗿𝘀𝘁ü𝘁𝘇𝘂𝗻𝗴!
𝗘𝘂𝗲𝗿 𝗧𝗲𝗮𝗺 𝗱𝗲𝘀 𝗡𝗮𝗰𝗵𝗯𝗮𝗿𝘀𝗰𝗵𝗮𝗳𝘁𝘀𝘇𝗲𝗻𝘁𝗿𝘂𝗺 𝗙𝗿𝗶𝗲𝗱𝗿𝗶𝗰𝗵𝘀𝗵𝗮𝗴𝗲𝗻
